Stabil trotz Zinswende – ist der deutsche Wohnimmobilienkreditmarkt widerstandsfähiger als gedacht?

2. Juli 2026

Die Jahrespublikation 2026 der Bundesvereinigung Kreditankauf und Servicing (BKS) bietet erneut einen fundierten Überblick über den Markt für notleidende Kredite in Deutschland. Beiträge aus Finanzwirtschaft, Kreditankauf und Servicing beleuchten zentrale Themen wie Regulierung, Markttrends und Forderungsmanagement.

Lars Schröter, Head of Market Development bei LOANCOS, steuerte den Beitrag „Wie stabil sind Wohnimmobilienkredite in Deutschland?“ bei. Darin zeigt er, warum private Wohnimmobilien-finanzierungen trotz Zinswende bislang robust sind – und warum die eigentliche Bewährungsprobe noch bevorstehen könnte.

Der Markt ist robuster als sein Ruf. Aber diese Stabilität ist kein Selbstläufer.

Steigende Zinsen, höhere Belastungen bei Anschlussfinanzierungen und rückläufige Bewertungen hätten eine deutlich stärkere Belastung erwarten lassen. Doch bislang zeigt sich der Markt robuster als vielfach prognostiziert. Warum ist das so?

Der aktuelle Beitrag analysiert die entscheidenden Stabilitätsfaktoren: lange Zinsbindungen, solide Tilgungsstrukturen und eine bemerkenswert hohe Zahlungsmoral vieler Eigentümer.

Gleichzeitig baut sich eine neue Dynamik auf: Bis 2030 erreicht ein erhebliches Prolongationsvolumen den Markt – mit potenziellen Mehrbelastungen für Haushalte und steigenden Anforderungen an Kreditinstitute. Die zentrale Frage lautet daher nicht, ob der Markt stabil ist – sondern wie lange noch und unter welchen Bedingungen.

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